Geld sparen: Die Deutschen und das Geld

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Geld sparen und der Umgang mit Geld ist für viele Deutsche eine Herausforderung. Viele Menschen haben Schwierigkeiten, ihr Geld sinnvoll einzuteilen, darüber zu sprechen, zu sparen und anzulegen. Dabei ist es wichtig, dass jeder seine Finanzen im Blick hat.

Dafür geben die Deutschen ihr Geld aus

Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes betrugen die durchschnittlichen monatlichen Konsumausgaben eines Haushalts in Deutschland im Jahr 2021 etwa 2623 €. Der größte Anteil dieser Ausgaben – etwa 37 % – entfiel auf Wohnen, Energie und Instandhaltung der Wohnung. Für Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren wurden rund 15 % des Gesamtbetrags ausgegeben, während etwa 12 % für den Verkehrsbereich aufgewendet wurden. Rund 10 % der Ausgaben entfielen auf Freizeit, Unterhaltung und Kultur und weitere 4 % auf Bekleidung und Schuhe. Der Restbetrag von 22 % wurde für sonstige Ausgaben verwendet. Diese Verteilung zeigt deutlich, wie wichtig das Wohnen als Grundbedürfnis der Menschen in Deutschland ist und wie hoch der Stellenwert von Ernährung und Mobilität ist.

Konsumausgaben privater Haushalte 2021

Tabuthema Geld

Die Deutschen sind beim Thema Geld ängstlich und misstrauisch, was sich in einer Umfrage von YouGov zeigt. Die Probanden wurden unter anderem gefragt, mit wem sie über Geld sprechen. Dabei gaben rund 59 % an, mit ihrem Partner oder ihrer Partnerin über Geld zu reden. Bei den eigenen Eltern ist das Interesse deutlich geringer, nur 29 % teilen ihre finanzielle Situation mit ihnen. 28 % erzählen es ihren Freunden und 23 % mit Verwandten wie Tanten oder Onkeln. Lediglich 7 % reden mit ihren Arbeitskollegen über ihr Gehalt. Dabei spielt Geld eine essenzielle Rolle im Leben. YouGov stellte fest, dass knapp ein Drittel der Befragten bereit wären, ihren Führerschein aufzugeben, um eine Million Euro zu bekommen, und 39 % für ein Jahr auf Sex verzichten würden. Dies zeigt, wie wichtig Geld für die Deutschen ist, aber auch wie unangenehm das Thema für viele ist, wenn es darum geht darüber zu reden.

So viel Geld haben die Deutschen

Der Credit Suisse „Global Wealth Report 2022“ zeigt, dass das durchschnittliche Privatvermögen pro Erwachsenem in Deutschland bei 256.990 USD liegt. Der Median, also der Wert, der genau in der Mitte der Verteilung liegt, beträgt jedoch nur 60.633 USD pro Erwachsenem. Dies bedeutet, dass ein großer Teil des deutschen Privatvermögens von einer kleinen Anzahl von Personen gehalten wird. Der Bericht zeigt, dass 10,5 % der Erwachsenen ein Vermögen von weniger als 10.000 USD besitzen, während 47,2 % zwischen 10.000 USD und 100.000 USD besitzen. 38,3 % besitzen zwischen 100.000 USD und 1.000.000 USD und nur 3,9 % besitzen mehr als 1.000.000 USD. Im Vergleich zu unseren umliegenden Nachbarn stehen wir damit relativ schlecht dar. Lediglich die Tschechische Republik mit einem Durchschnitt von 82.240 USD und Median von 22.958 USD und Polen mit einem Durchschnitt von 50.426 USD und einem Median von 16.640 USD stehen schlechter dar. Luxemburg,  mit einem Median von 350.271 USD und Schweiz mit einem Durchschnitt von 696.604 USD stehen am besten dar. Diese Verteilung macht deutlich, dass das deutsche Privatvermögen sehr ungleich verteilt ist. Während eine große Anzahl von Menschen relativ wenig Vermögen besitzt, gibt es eine kleine Anzahl von Menschen, die ein sehr hohes Vermögen besitzen.

Dafür sparen die Deutschen

Die Gründe, Geld zu sparen, können vielfältig sein: Laut einer Umfrage von 1.043 Befragten in Deutschland zwischen 18 und 85 Jahren, durchgeführt von Statista, sparen nur 72 % der Befragten überhaupt Geld. Von den Befragten, die sparen, gaben rund 61 % an, dass sie für unerwartete Ausgaben (Rücklagen) sparen, 43 % spart für größere Einkäufe, wie zum Beispiel ein neues Auto, oder Immobilien, 38 % sparen auf Reisen und Urlaub zu, 37 % für ausreichende finanzielle Absicherung im Alter, 32 % um Schulden zu vermeiden, 20 % um mehr finanzielle Möglichkeiten für die eigenen Kinder zu gewährleisten, 19 % investieren Geld in Kapitalanlagen und rund 14 % sparen um, dem Fall einer Arbeitsunfähigkeit vorzubeugen.

Neben der Frage des wofür, stellt sich auch die Frage, wie die deutschen sparen, in einer weiteren Umfrage von Statista in der 2000 Menschen in Deutschland ab einem Alter von 14 Jahren befragt wurden, ergab sich, dass 42 % angaben Geld auf dem Girokonto zu sparen, 35 % im Sparbuch, 29 % in Renten- und Kapitallebensversicherungen, 26 % in Bausparverträgen, 26 % in Immobilien, 25 % in Investmentfonds, 23 % in Aktien, 19 % in der Riester-Rente, 19 % auf einem Tagesgeldkonto oder Ähnlichem, 7 % in festverzinslichen Wertpapieren und 0 % der Befragten in kurzfristigen Geldanlagen.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, wir Deutschen mögen es sicher, wenn es um unser Geld geht, doch im Angesicht der aktuellen Inflation und über 40 % an Menschen, die auf ihrem Girokonto sparen, ist nur eine Sache sicher und das ist, dass sie Geld verlieren. Die einzig sinnvolle Schlussfolgerung für Sparer, die nicht von der Inflation besiegt werden möchten, ist  Ihr Geld sinnvoll zu investieren. Beispielsweise mit breit gestreuten Indexfonds und ETFs können Sparer langfristig durchschnittlich 7 % bis 9 % Rendite p. a. erzielen und somit auch kein Geld an die Inflation verlieren. Hier steht ihnen die Fairmögensberatung als treuer Gefährte zur Seite. An der Börse und in der Finanzwelt warten natürlich auch schnellere Möglichkeiten, an Geld zu kommen, wie zum Beispiel hochvolatile Aktien und diese Informationen wollen wir Ihnen nicht vorenthalten, seien Sie allerdings gewarnt, dass damit auch bedeutend höheres Risiko mit eingeht, welches Sie dank einer breiten Diversifikation so nicht bei Indexfonds und ETFs erleben.

Mit einer Faszination für Reisen und Finanzmärkte wusste Lars bereits vor seinem "International Business and Management" Studium um die Relevanz von Geldanlagen und beschäftigt sich sowohl privat, als auch beruflich damit, diese zu verstehen und dieses Wissen zu teilen.

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